Führen mit Herz – Die fünf Prinzipien

Das Herz fragt: "Warum muss ich es tun?" Es steht für die fünf Prinzipien von Leading Simple©. Diese fokussieren ganz auf positive Aspekte. Sie dienen nicht der Abwehr von Fehlern und Versagen, sondern sorgen für Ergebnisse in den Aufgaben und für die Förderung der Mitarbeiter. Wer nur Fehler minimiert, erreicht Durchschnitt. Wer aktiv dafür sorgt, dass das Wichtige zur rechten Zeit richtig gemacht wird, erzielt Exzellenz.

1. Verantwortung übernehmen

So denkt eine Führungskraft: Erst wenn ich mich für die Erreichung klar definierter Ziele in die Pflicht nehme, stellt sich die dafür notwendige Identifikation ein. Erst durch diesen Druck finde ich die Antworten für meine VerANTWORTung.

Die Übernahme von Verantwortung ist ein zentraler Aspekt der Führungskräfteentwicklung von Leading Simple©. Die Führungskraft muss zuerst bei sich selbst ansetzen und das Prinzip verinnerlichen. Verantwortung kann man nicht eintrichtern. Deshalb ist die Führungskraft hier auf beispielgebende Authentizität angewiesen. Sie muss Verantwortung für Gutes UND Schlechtes konsequent einfordern und unter allen Umständen verkörpern.

Drei Fundamente der Verantwortung sind unverzichtbar:

 

  1. Identifikation: Es ist die Aufgabe eines jeden, sich mit seinem Unternehmen und dessen Zielen zu identifizieren.
  2. Selbstmotivation: Auch nachhaltige Motivation kann nur von innen kommen. Wer nur von anderen motiviert werden kann, wird nie Verantwortung aus freien Stücken übernehmen.
  3. Selbstverantwortung: Selbstverantwortung ist eine Einstellung, sie ist nicht übertragbar. Entweder übernimmt ein Mitarbeiter Verantwortung, oder er tut es nicht. Die Führungskraft hat darauf nur begrenzten Einfluss. Doch sie sollte ihren Mitarbeitern den nötigen Raum dafür geben, um diese Selbstverantwortung übernehmen zu können.

2. Ergebnisorientierung

Transparenz und Messbarkeit sind das Credo der Zukunft. Alle erfolgreichen Leute sind völlig messbar. Ein Rennfahrer an der Zeit, ein Musiker an der Zahl der verkauften CDs, ein Talkmaster an den Einschaltquoten. Eine Führungskraft stellt Messbarkeit sicher, damit sich in ihrer Umgebung Spitzenkräfte entwickeln können.

Führung ist kein Selbstzweck. Sie dient dazu, gemeinsam mit den Mitarbeitern bessere Ergebnisse zu erzielen. Und so wie sich der Wert eines Leaders an seinen Resultaten bemisst, so zeigt sich auch der Wert der Mitarbeiter an ihren Ergebnissen. Vergebliche Anstrengungen, erfolglos durcharbeitete Zeit und leere Ankündigungen zählen nichts. Es kommt auf Ergebnisse an. Leading Simple© setzt auf die Liebe zum Ergebnis, der alles Tun untergeordnet sein muss.

Wirkungsvoll führen, heißt eine Ergebniskultur schaffen, in der die besten Mitarbeiter nicht die mit dem höchsten Pensum, sondern die mit dem größten Erfolg sind. Dazu gehören eine aktiv vorgelebte Ergebnisorientierung des Leaders und klare Arbeitsanweisungen mit dem Fokus auf messbare Resultate. Verbindliche Budgetierungen tragen Sorge, dass alles Handeln mehr Ertrag bringt als Kosten verursacht.

3. Konzentration auf Stärken

Der typisch deutsche Perfektionismus lenkt unsere Aufmerksamkeit zu oft auf das, was noch fehlt. In der Entwicklung und Produktion von Produkten ist das sehr wertvoll. Bei der Entwicklung von Menschen hingegen ist das der Weg in die Mittelmäßigkeit. Bei Produkten geht es darum, Fehler zu beseitigen. Bei Menschen geht es darum, das auszubauen, was da ist.

Wer nur an seinen Schwächen arbeitet, ist am Ende weniger schwach, aber niemals außergewöhnlich gut. Schwächen abzuarbeiten ist immer ein gefühltes Pflichtprogramm. Erfolgreiche Arbeit an Stärken ist anders. Sie macht das schon Gute herausragend. Und während der Fokus auf Schwächen demotiviert, weil er das Negative in den Fokus rückt, entzündet die Arbeit an Stärken ein inneres Feuer, das Leistungen explodieren lässt.

Leading Simple© verdeutlicht, warum ein Stärkenfokus um so viel wertvoller als eine Konzentration auf Schwächen ist. Es leitet dazu an, die wahren Stärken und Schwächen der Mitarbeiter genau zu kennen, um die Mitarbeiterförderung an den Stärken auszurichten. Welche Stärke für eine Aufgabe erforderlich ist, bestimmt immer, welcher Mitarbeiter die Aufgabe übernimmt. Stärken müssen beständig konsequent gefördert werden, Schwächen werden, wann immer möglich, ignoriert.

4. Positives Betriebsklima

Eine Führungskraft tut alles, um die Basis für ein positives Betriebsklima zu schaffen. Dabei lässt sie sich jedoch nicht erpressen. Sie weiß um das „Geschenk des freien Willens“ und um die – in jedem Menschen liegende – Macht der eigenen Interpretation von Ereignissen.

Ein gutes Betriebsklima lebt von wertschätzender Offenheit und vom Geist der Kommunikation. Eine Führungskraft ist kommunikativ, ohne redselig zu sein und lässt ihre Sorgen weitestgehend außerhalb des Betriebs. Sie kommuniziert vor allem auch, wenn es schwerfällt, denn sie weiß, dass das Ende der Kommunikation ein Ende von Beziehungen bedeuten kann.

Ein wirkungsvoller Leader ist freundlich, wertschätzend und tolerant im Umgang, aber unnachgiebig, wenn es um Ergebnisse geht. Er lebt das gute Betriebsklima vor, zu dem alle im Anschluss beitragen. Gute Stimmung unterstützt besonders gute Ergebnisse, schlechte Stimmung torpediert sie.

5. Vertrauen aufbauen

Die Einstellung einer Führungskraft zum Thema Vertrauen ist: Ich vertraue den Menschen und weiß zugleich, dass ich manchmal enttäuscht werde. Doch das nehme ich in Kauf. Erwartungen können enttäuscht werden. Hoffnung nicht. Mein Selbstvertrauen ist die Basis dafür, anderen trauen zu können.

Vertrauen kann schwierig sein, wenn es schon einmal enttäuscht wurde. Aber Enttäuschung gehört zum Vertrauen naturgemäß dazu. Ergebnisse werden besser, wenn das Team seiner Führungskraft vertraut. Das gelingt aber nur, wenn es auch umgekehrt so ist. Engagierte und kompetente Mitarbeiter verdienen Vertrauen. Und weil die Führungskraft für Engagement und Kompetenz verantwortlich ist, schafft der Leader selbst die Grundlage dafür, seinen Mitarbeitern vertrauen zu können.

Leading Simple© legt aber auch fest, dass Vertrauen nicht missbraucht werden darf. Jeder Missbrauch muss hart sanktioniert werden. Außerdem gehört auch systematische Kontrolle zum Vertrauen. Wer nie kontrolliert, wird vom Vertrauensmissbrauch hart getroffen. Regelmäßige, transparente Kontrolle bildet den Rahmen für fundiertes Vertrauen und bezeugt Interesse. Wer nicht kontrolliert, wirkt inkompetent und desinteressiert und lädt dazu ein, hintergangen zu werden.

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